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03.07.2019

Waldbrand in Lübtheen: Feuer wird weiter eingedämmt

Evakuierung teilweise aufgehoben / Weitere Technik der Bundeswehr zur Brandbekämpfung im Einsatz

Die Lage im Waldbrandgebiet bei Lübtheen beginnt sich zu entspannen. Das Bodenfeuer wurde auf eine Fläche von 670 Hektar eingedämmt, teilt die Einsatzleitung heute Abend (03.07.2019) mit. Das Feuer konnte weiter an den Ortsgrenzen zurückgedrängt werden, sodass heute die Evakuierung der Dörfer Jessenitz-Werk, Trebs und Volzrade aufgehoben werden konnten. Rund 450 Bewohner kehrten wieder zurück in ihre Häuser.

Die Evakuierung für Alt Jabel bleibt bis auf Weiteres bestehen. Erst wenn das Feuer mindestens 1000 Meter von der Ortsgrenze entfernt ist, besteht für die Bewohner keine Gefahr mehr.

Mit Räumpanzern hat die Bundeswehr seit Dienstag breite Schneisen freigelegt, damit die Einsatzkräfte näher an das Brandgeschehen herankommen. Zudem unterstützen mehrere Löschhubschrauber und Wasserwerfer bei der Brandbekämpfung. Weitere massive Technik der Bundeswehr trifft in der Nacht zu Donnerstag ein, um das Schneisensystem zu erweitern.

Etwa 3200 Kräfte von Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten, Bundes- und Landesforst und weiteren Institutionen sind im Vier-Schichtsystem rund um die Uhr im Einsatz. Das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte ist bespielhaft“, lobt Landrat Stefan Sternberg.

Auch wenn die Einsatzleitung allmählich Entwarnung gibt, bleibt die Lage ernst. Bei dem betroffenen Waldgebiet handelt es sich um eine munitionsbelastete Fläche. Es kommt nach wie vor zu Detonationen. Das Betreten der Waldfläche ist weiterhin strikt verboten. Es besteht Lebensgefahr.

Für Anwohner wurde ein Bürgertelefon unter  038855 / 78744 eingerichtet.